Methoden zur Gewichtung und deren Anwendung im Zahnärzte-Praxis-Panel

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi)
Laufzeit:
  • Evaluation & Politikberatung
  • Gesundheit

Das Zahnärzte-Praxis-Panel ist die Kostenstrukturerhebung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Jährlich werden rund 38.000 Praxen um Auskunft gebeten, die Teilnahme ist freiwillig, und die Rücklaufquote war zuletzt auf rund neun Prozent gesunken. Weil sich teilnehmende und nicht teilnehmende Praxen systematisch unterscheiden können, werden die Ergebnisse gewichtet. Im Auftrag des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung prüften wir, ob das etablierte Verfahren den gesunkenen Teilnahmezahlen noch gerecht wird. Eine Ausfallanalyse ergab, dass sich abgesehen von regionalen Unterschieden keine bedeutsame Selbstselektion nachweisen lässt. Anschließend verglichen wir mehrere Gewichtungsverfahren und prüften ihre Genauigkeit an den tatsächlich bekannten Umsätzen der Grundgesamtheit. Die beiden Poststratifizierungsverfahren schnitten dabei deutlich besser ab als ungewichtete Werte, während eine Gewichtung über geschätzte Teilnahmewahrscheinlichkeiten keinen Vorteil brachte. Eine Simulationsrechnung zeigte zudem, dass die Schätzung umso präziser wird, je mehr Gewichtungszellen gebildet werden können. Daraus leiteten wir zwei Empfehlungen ab: die Mindestbesetzung je Zelle von sechs auf drei Praxen zu senken und auf Bundes- und regionaler Ebene unterschiedliche Verfahren einzusetzen.

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