Belastbare Evaluationsmethodik ist nicht an einzelne Themen gebunden. Ob ein Programm Unternehmen fördert, Arbeitslose qualifiziert oder Schulen unterstützt: Die Frage, welcher Effekt tatsächlich auf die Maßnahme zurückgeht, ist immer dieselbe, und die Werkzeuge, um sie zu beantworten, sind übertragbar. Diese Übertragbarkeit nutzen wir, um in neue Bereiche hineinzuwachsen.
Ein aktuelles Beispiel ist die Raumfahrt. Öffentliche Raumfahrtprogramme sind Innovationsförderung im großen Maßstab: Sie ko-finanzieren Technologien, federn Forschungs- und Entwicklungsrisiken ab und sollen private Investitionen auslösen, die ohne Förderung unterblieben wären. Genau das ist eine klassische Evaluationsfrage. Ob Förderung Innovationen hervorbringt, Arbeitsplätze schafft und über die geförderten Unternehmen hinaus wirkt, haben wir über Jahre in der Gründungsförderung untersucht. Die Verfahren sind dieselben, nur der Sektor ist ein anderer.
In zwei Vorhaben arbeiten wir derzeit mit know.space zusammen, einer auf Raumfahrtökonomie spezialisierten Beratung. Für das National Space Innovation Programme (NSIP) der UK Space Agency bringen wir, gemeinsam unter anderem mit RAND Europe, unsere ökonometrische Expertise in die Wirkungs- und ökonomische Evaluation ein. Das zweite Vorhaben ist die Monitoring- und Evaluationsstudie des ESA-Portfolios der UK Space Agency, die mit gestaffelten Differenz-von-Differenzen-Schätzern und Wirtschaftlichkeitsanalysen den Nutzen der britischen Investitionen in die Europäische Weltraumorganisation untersucht.