Das Forschungsprogramm wurde 2011 vom IZA und dem britischen Department for International Development (DFID, später Foreign, Commonwealth & Development Office, FCDO) ins Leben gerufen, um eine Lücke zu schließen: Über Arbeitsmärkte in Niedrigeinkommensländern gab es kaum belastbare Evidenz für eine wirksame Beschäftigungspolitik. Das Programm förderte Forschungsprojekte in diesen Ländern, leitete daraus politikrelevante Empfehlungen ab und investierte in Kapazitätsaufbau vor Ort: durch Weiterbildung in Präsenz und online, Konferenzen und Workshops für Promovierende, Postdocs und Ministerialbeamte sowie Mentoring für junge Forscher:innen. Die Mittel wurden wettbewerblich vergeben: In sechs Ausschreibungsrunden gingen über 550 Anträge ein, 74 Projekte wurden gefördert, hinzu kamen 14 aus einer Sonderausschreibung zu den Folgen der COVID-19-Pandemie. Thematisch ging es um Arbeitsmarktpolitik, Bildung und Gender, häufig als randomisierte Feldexperimente, teils mit Nacherhebungen viele Jahre nach der Maßnahme. Seit 2019 lag der Schwerpunkt auf den Erwerbschancen von Frauen. Entscheidend war dabei der Weg von der Erkenntnis in die Politik. Die Befunde wurden nicht nur wissenschaftlich publiziert, sondern in Policy Briefs für Entscheidungsträger aufbereitet. Über 95 sind erschienen, dazu Synthesepapiere und ein kontinuierlicher Austausch mit Regierungen und internationalen Organisationen. Prof. Caliendo hat das Programm als damaliger Forschungsdirektor des IZA mit initiiert und seither in verschiedenen Funktionen begleitet, von Beginn an in der Leitungsgruppe. Die Programmarbeit wird bis Ende 2026 abgeschlossen.
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