Das Startchancen-Programm ist das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit dem Schuljahr 2024/25 unterstützen Bund und Länder über zehn Jahre rund 4.000 Schulen in herausfordernder Lage mit einem Gesamtbudget von 20 Milliarden Euro. Rund eine Million Schüler:innen sollen davon profitieren. Das Geld fließt in drei Säulen: in Ausstattung und Gestaltung der Lernumgebung, in ein Chancenbudget, über das die Schulen selbst entscheiden, und in zusätzliches Personal für multiprofessionelle Teams. Das erklärte Ziel ist ehrgeizig: Bis zum Ende der Programmlaufzeit soll sich die Zahl der Schüler:innen halbieren, die an diesen Schulen die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen. Daneben sollen die sozio-emotionalen Kompetenzen gestärkt und die Kinder und Jugendlichen zu demokratischer Teilhabe befähigt werden. Die Evaluation erfolgt innerhalb eines Forschungskonsortiums unter Leitung des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (infas). Evaluation Office verantwortet darin insbesondere die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in ihren beiden Teilen. Die Maßnahmenwirtschaftlichkeit fragt, in welchem Verhältnis der Mitteleinsatz zu den erreichten Kompetenzgewinnen steht. Die Vollzugswirtschaftlichkeit fragt, welcher Verwaltungsaufwand bei Ländern, Kommunen und Schulen entsteht, um das Programm umzusetzen. Angelegt ist die Evaluation bis 2030. Sie begleitet die Umsetzung fortlaufend und berichtet über Effizienz und Effektivität der Maßnahmen sowie über deren langfristige Ergebnisse.
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