Evaluation der Programme „Gründercoaching Deutschland“ und „Gründercoaching Deutschland – Gründungen aus der Arbeitslosigkeit“

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Laufzeit:  – 
  • Evaluation & Politikberatung
  • Entrepreneurship & Start-ups

Mit dem „Gründercoaching Deutschland“ und der Variante für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit bezuschussten das Bundeswirtschafts- und das Bundesarbeitsministerium ab 2007 beziehungsweise 2008 Coachingleistungen für junge Unternehmen, um deren Bestandsfestigkeit zu erhöhen. Im Auftrag beider Ministerien (in Kooperation mit der KfW) untersuchten wir die Programme in ihrer ursprünglichen Ausgestaltung, also vor der Reform von 2011. Grundlage waren Implementationsfallstudien in 15 Regionen sowie eine telefonische Panelbefragung von Geförderten und einer Vergleichsgruppe, die in zwei Wellen fast 8.750 auswertbare Interviews erbrachte. Auf diesen Daten setzte die kausale Wirkungsanalyse auf, die Geförderte und vergleichbare Nichtgeförderte über ein Matching-Verfahren gegenüberstellte. Die Ergebnisse zeigen, wie weit subjektive Zufriedenheit und nachweisbare Wirkung auseinanderfallen können. Die Geförderten bewerteten das Coaching überwiegend sehr positiv, und beide Programme übertrafen die Zielwerte des Europäischen Sozialfonds. Die Kausalanalyse ergab dagegen ein gemischtes Bild: Für die Variante aus der Arbeitslosigkeit zeigten sich positive Effekte auf den Verbleib in der Selbständigkeit und auf das Unternehmenswachstum, für das Grundprogramm dagegen keine oder negative Effekte. Erklären lässt sich das damit, dass Gründende aus der Arbeitslosigkeit über weniger unternehmerische Vorerfahrung verfügten und vom Coaching entsprechend mehr profitierten. Daraus leitete das Konsortium konkrete Gestaltungsvorschläge ab: die Variante aus der Arbeitslosigkeit fortzuführen und das Grundprogramm neu auszurichten, mit einer klarer umrissenen Zielgruppe, einem eigenständigen Angebotsspektrum und einem enger gefassten Beantragungszeitraum.

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