Die Europäische Kommission lässt die Qualität der Evaluationen ihrer Kohäsionspolitik systematisch überprüfen und unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, sie besser zu machen. Seit 2011 wirken wir daran als Experte für quantitative Methoden mit, zunächst im Expert Evaluation Network der Generaldirektion Regionalpolitik, seither in mehreren Runden des Evaluation Helpdesk, aktuell in der bis 2027 laufenden Runde. Konsortialführerin ist Applica in Brüssel. Am Anfang stand das Peer Review: Ein kleiner Kreis von Fachleuten begutachtete abgeschlossene Evaluationen aus den Mitgliedstaaten und bewertete, ob Fragestellung, Design und Methodik trugen. Wir verantworteten dabei die kontrafaktischen Studien. Mit der Zeit hat sich der Schwerpunkt nach vorn verlagert. Heute beraten wir Verwaltungsbehörden, bevor sie eine Evaluation vergeben: zu Evaluationsplänen, zur Formulierung von Ausschreibungen und zur Wahl geeigneter Methoden. Hinzu kommen Schulungen zu theoriebasierter und kontrafaktischer Wirkungsanalyse. Es geht darum, methodisches Wissen an die Stellen zu bringen, die europäische Förderpolitik vor Ort umsetzen und ihre Wirkung belegen müssen. Erweitert hat sich auch das Spektrum: Was als Arbeit für die Generaldirektion Regionalpolitik begann, deckt heute ebenso die Generaldirektion Beschäftigung ab, von der Regionalförderung bis zum Europäischen Sozialfonds. Begutachtet und beraten haben wir bislang in rund fünfzehn Mitgliedstaaten, von Dänemark und Irland über Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien bis nach Estland, Litauen, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Malta.
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