Der Gründungszuschuss in Brandenburg – Eine regionale Analyse

Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus
Laufzeit:
  • Evaluation & Politikberatung
  • Entrepreneurship & Start-ups

Die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose gehörte in den 2000er-Jahren zu den bedeutendsten Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Mit über 1,8 Millionen geförderten Gründungen zwischen 2002 und 2011 hatte sie das Gründungsgeschehen wesentlich geprägt. Im Auftrag der IHK Cottbus haben wir erstmals untersucht, wie der Gründungszuschuss in Brandenburg wirkt, und damit unsere bundesweiten Befunde um einen regionalen Blick vertieft. Grundlage war eine Befragung von Geförderten des ersten Quartals 2009 sowie einer Vergleichsgruppe anspruchsberechtigter Arbeitsloser, die den Zuschuss nicht in Anspruch nahmen. Die Ergebnisse fielen überwiegend positiv aus: 85 Prozent der geförderten Unternehmen in Brandenburg bestanden 19 Monate nach der Gründung noch, mehr als in den anderen ostdeutschen Ländern und deutlich mehr als in Westdeutschland. Rund 90 Prozent der Geförderten waren in Selbständigkeit oder abhängiger Beschäftigung integriert, gegenüber etwa 60 Prozent in der Vergleichsgruppe, und sie erzielten höhere Einkommen. Die Wirkungsanalyse bestätigte, dass die Förderung die Beschäftigungschancen signifikant erhöhte und gerade in Ostdeutschland, wo Alternativen in abhängiger Beschäftigung fehlten, besonders wirksam war. Schwächer fiel die Bilanz beim Unternehmenswachstum aus: Nur rund 18 Prozent beschäftigten mindestens eine weitere Person, bundesweit waren es über 30 Prozent.

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